Markt und Preis
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Anbieter/Nachfrager |
viele |
wenige |
einer |
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viele |
Polypol |
Angebots-Oligopol |
Angebots-Monopol |
|
weniger |
Nachfrage-Poligopol |
zweiseitiges Oligopol |
beschränktes Angebots-Oligopol |
|
einer |
Nachfrage-Monopol |
beschränktes Nachfrage-Monopol |
zweiseitiges Monopol |
Polypol = viele Anbieter, viele Nachfrager
Oligopol = wenige Anbieter viele Nachfrager
Monopol = ein Anbieter, viele Nachfrager
Bestimmungsgründe der Nachfrage
Die Nachfrage kann abhängig sein :
· vom Preis d. nachgefragten Gutes
· vom Preis anderer Güter komplementärer oder substiutiver
Art
· vom verfügbaren Einkommen
· von den Zukunftserwartungen
· vom Bedarfswandel
Bestimmungsgründe des Angebots
Die angebotene Menge von Gut X kann abhängig sein
· vom erzielbaren Preis
· vom Preis anderer Güter
· vom Preis der Produktionsfaktoren
· von den Gewinnerwartungens
Die Nachfragefunktion
Die Nachfragekurve bringt zum Ausdruck, welche Mengen eines Gutes zu einem bestimmten Preis am Markt nachgefragt werden. Im folgenden Beispiel sieht man, daß bei einem niedrigen Preis eine hohe Gütermenge nachgefragt wird. Mit steigenden Preisen sinkt die Nachfrage.
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Preis je kg |
Nachfrage in kg |
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0,50 |
8500 |
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1,00 |
7500 |
|
1,50 |
6500 |
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2,00 |
5500 |
|
2,50 |
4500 |
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3,00 |
3500 |
|
3,50 |
2500 |
|
4,00 |
1500 |
|
4,50 |
500 |
Die Nachfragekurve hat in der Regel einen fallenden Verlauf.
Ausnahme:
a) Qualitätsvermutungseffekt
b) Snobeffekt
· Ändert sich nur der Preis d. nachgefragten Gutes, findet
eine Bewegung der Nachfragekurve statt
· In allen anderen Fällen verschiebt sich die Kurve nach rechts
oder links
Eine Rechtsverschiebung der Kurve findet statt:
· wenn der Preis für ein substitutives Gut steigt
· komplementäres Gut sinkt
· wenn das verfügbare Einkommen steigt
· wenn die Zukunftserwartungen steigen
Eine Linksverschiebung findet im umgekehrten Fall statt.
Die Angebotsfunktion
Die Angebotskurve bringt zum Ausdruck, welche Mengen eines Gutes zu einem
bestimmten Preis auf dem Markt angeboten werden. Bei einem niedrigen Preis
ist das Angebot gering, bei einem hohen Preis groß.
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Preis je kg |
Angebot in kg |
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0,50 |
500 |
|
1,00 |
1500 |
|
1,50 |
2500 |
|
2,00 |
3500 |
|
2,50 |
4500 |
|
3,00 |
5500 |
|
3,50 |
6500 |
|
4,00 |
7500 |
|
4,50 |
8500 |
Die Angebotskurve hat in der Regel einen steigenden Verlauf.
· Ändert sich nur der Preis des angebotenen Gutes, so findet eine Bewegung entlang der Angebotskurve statt.
· In allen anderen Fällen verschiebt sie sich nach links oder rechts
Preiselastizität der Nachfrage
Der Anbieter muß damit rechnen, daß bei steigenden Preisen die Nachfrage nach seinem Gut abnimmt. Interessanter ist für ihn die Frage, wie sich Preissteigerungen auf seinen Erlös auswirken.
Beispiel:
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Fall 1 |
Fall 2 |
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Preise |
2,00 DM |
2,50 DM |
4,00 DM |
4,50 DM |
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Nachfrage |
5500 |
4500 |
1500 |
500 |
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Erlöse |
11.000,00 DM |
11.250,00 DM |
6.000,00 DM |
2.250,00 DM |
Obwohl die Preissteigerung identisch ist und der Nachfragerückgang bei jeweils 1000 Stück liegt, sind die Auswirkungen auf die Erlöse unterschiedlich.
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Fall |
alte Nachfrage |
neue Nachfrage |
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Mengenänderung in % |
|
1 |
5500 |
4500 |
-1000 |
-18,18 |
|
2 |
1500 |
500 |
-1000 |
-66,67 |
|
|
|
|
|
|
|
Fall |
alter Preis |
neuer Preis |
Preisänderung |
Preisänderung in % |
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1 |
2 |
2,5 |
0,5 |
25,00 |
|
2 |
4 |
4,5 |
0,5 |
12,50 |
Bildet man den Quotienten aus prozentualer Mengenänderung und prozentualer Preisänderung, erhält man die Preiselastizität der Nachfrage:
E = rel. Mengenänderung
rel. Preisänderung
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Fall |
Mengenänderung in % |
Preisänderung in % |
E |
|
1 |
18,18 |
25 |
0,7272 |
|
2 |
66,67 |
12,5 |
5,3336 |
E < 1= unelastischer Nachfrage (Nachfrager reagiert kaum auf die Preisänderung.)
E > 1 = elastische Nachfrage (Nachfrage geht zurück. Folge: Erlösschmälerung)
E = 0 = die Nachfrager reagieren nicht auf die Preisänderung
E = 1 = proportionselastische Nachfrage (proz. Mengenänderung = proz. Preisänderung)
E = unendl. = Jede Menge wird nachgefragt
Preisbildung bei vollständiger Konkurrenz
Bildung des Gleichgewichtspreises
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Preis je kg |
Nachfrage |
Angebot |
Marktumsatz |
|
0,50 |
8500 |
500 |
250 DM |
|
1,00 |
7500 |
1500 |
1.500 DM |
|
1,50 |
6500 |
2500 |
3.750 DM |
|
2,00 |
5500 |
3500 |
7.000 DM |
|
2,50 |
4500 |
4500 |
11.250 DM |
|
3,00 |
3500 |
5500 |
10.500 DM |
|
3,50 |
2500 |
6500 |
8.750 DM |
|
4,00 |
1500 |
7500 |
6.000 DM |
|
4,50 |
500 |
8500 |
2.250 DM |
Der Preis bei dem Angebot und Nachfrage übereinstimmen, nennt man den Gleichgewichtspreis.
Zum Gleichgewichtspreis wird der höchste Absatz erzielt, weil zu jedem anderen Preis entweder die angebotene oder die nachgefragte Menge kleiner ist als die Gleichgewichtsmenge.
Der Gleichgewichtspreis liegt im Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve.
Der Gleichgewichtspreis ist den Marktteilnehmern nicht von vornherein bekannt, sondern ist das Produkt eines Anpassungsprozesses. Können nicht alle angebotenen Güter zu einem Preis verkauft werden, so spricht man von einem Angebotsüberhang. Um alle vorhandenen Güter zu verkaufen muß der Preis gesenkt werden. Den umgekehrten Fall nennt man Nachfrageüberhang.
Unter einer Konsumentenrente versteht man die Differenz zwischen dem Preis, den d. Nachfrager ürsprünglich bereit war zu bezahlen und dem Preis, den er tatsächlich bezahlen mußte.
Unter der Produzentenrente versteht man den Preis, den der Anbieter ursprünglich für sein Gut erzielen wollte und dem Preis, den er tatsächlich erhielt.
Wie verändern sich Gleichgewichtsmenge und Gleichgewichtspreis?
1) Nachfrage steigt stärker als das Angebot = Gp +, Gm +
2) Nachfrage und Angebot steigen gleich stark = Gp 0, Gm +
3) Nachfrage steigt in gleichem Maße wie Angebot sinkt = Gp +, Gm
const.
Die Bedeutung des Gleichgewichtspreises
Markträumungsfunktion Þ alle Kauf- und Verkaufswünsche können befriedigt werden; der ganze Markt wird geräumt
Marktausschaltungsfunktion Þ Verdrängung der Anbieter, die nicht bereit sind ihr Gut zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen. Das gleiche gilt für der Nachfrager, der ein bestimmtes Gut ab einem gewissen Preis nicht mehr kaufen kann.
Lenkungsfunktion Þ Durch Verdrängung bestimmter Anbieter aus dem Wettbewerb, fließen die produktiven Kräfte einer Volkswirtschaft an die Stellen, die möglichst rentabel sind.
Monopolpreisbildung
Der Angebotsmonopolist kann die Preisfestsetzung relativ frei gestalten,
da er keine Konkurrenten hat.
Er muß aber
- das Verhalten der Verbraucher berücksichtigen
- eigene Produktionskosten beachten
Er kann die Absatzmenge begrenzen
Monopolpreisbildungen in der Wirtschaft führen zu:
· höheren Verbraucherpreisen
· eingeschränkter Versorgung
· Beschäftigungsrückgang
· Monopolgewinnen
Oligopolpreisbildung
Im Oligopol muß jeder Anbieter bei seiner Preisfestsetzung nicht
nur das Verhalten der Nachfrager, sondern auch die Reaktion der Mitbewerber
beachten. Auf unvollkommenen Märkten besitzen sie einen konkurrenzfreien
monopolistischen Preisbereich.