Die Bedürfnisse
Unter Bedürfnissen versteht man Kräfte, die einen Mangel signalisieren
und den Menschen
zur Beseitigung dieses Mangels drängen. (z.B. Hunger, Durst)
Präzise Konsumwünsche bezeichnet man als Bedarf. Der Bedarf ist damit
der Teil der
Bedürfnisse, der konkretisiert und mit Kaufkraft ausgestattet wird. (Brot,
Wasser)
Man unterscheidet in existenzerhaltenden Bedarf
Þ der Bedarf, der uns physisches Überleben und soziale Integration
sichert
und existenzgestaltenden Bedarf
Þ der Bedarf, der uns die Entfaltung unserer Persönlichkeit ermöglicht
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Existenzbedürfnisse |
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existenzerhaltender Bedarf |
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Kulturbedürfnisse |
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existenzgestaltender Bedarf |
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Luxusbedürfnisse |
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Es gibt individuelle Bedürfnisse, die vom Individuum selbst befriedigt
werden können und
kollektive Bedürfnisse, die nur von der Gesellschaft befriedigt werden
können (z.B. öffentliche Ordnung).
In jedem Menschen schlummern latente Bedürfnisse, die er bisher noch nicht
empfunden
hat, die aber (z.B. durch Werbung) ans Licht drängen können.
Die Nachfrage nach Gütern
Konsumwünsche die in die Tat umgesetzt werden nennt man Nachfrage.
Wunsch wird geweckt Bedürfnis
Wunsch gewinnt Gestalt Bedarf
Wunsch wird erfüllt Nachfrage
Der Güterbegriff
Mittel, die Menschen zur Bedürfnisbefriedigung benötigen, nennt man
Güter. Handelt es sich
um Gegenstände, spricht man von Sachgütern, handelt es sich um menschliche
Dienste,
spricht man von Dienstleistungen.
Güter, die von Haushalten erworben werden, nennt man Konsumgüter.
Güter, die von Unternehmen
erworben werden, bezeichnet man als Produktionsgüter.
Konsumgüter dienen unmittelbar der Bedürfnisbefriedigung (Wasser,
Brot...).
Produktionsgüter dienen indirekt der Bedürfnisbefriedigung (Salz,
Mehl...).
Unternehmen und Haushalte bedienen sich an Gütern, die zur einmaligen
Nutzung zur Verfügung
stehen (Verbrauchsgüter) und an Gütern, die zur mehrmaligen Nutzung
zur Verfügung stehen (Gebrauchsgüter).
Substitutionsgüter - ersetzen sich
Komplementärgüter - ergänzen sich
Die Güter, die Produzenten verkaufen wollen, bezeichnet man als Angebot.
Wirtschaften
Wenn die bereitgestellte Gütermenge zu klein ist, um den Bedarf der Bevölkerung
zu decken, spricht
man von Güterknappheit.
Planvolles Handeln des Menschen mit dem Ziel, die bestmögliche Bedarfsdeckung
zu erreichen, nennt
man Wirtschaften.
Wirtschaftlich handelt der, der versucht
· für sein Einkommen möglichst viele Güter zu erwerben
Wirtschaftlich handeln heißt demnach
· Preisvergleiche anstellen
· beim günstigsten Anbieter kaufen
Das ökonomische Prinzip und das erwerbswirtschaftliche Prinzip
Das ökonomische Prinzip tritt in zwei Ausprägungen auf:
Minimalprinzip ein gegebenes Ziel mit den geringsten Mittel erreichen
Maximalprinzip mit gegebenen Mitteln einen mögl. großen Erfolg erzielen
Hauhalte betreiben Nutzenmaximierung.
Unternehmer streben nach der größtmöglichen Verzinsung des eingesetzten
Eigenkapitals.
Unternehmen arbeiten nach dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip (Gewinnmaximierung).
Bund und Länder wirtschaften nach dem Bedarfsdeckungsprinzip. Die bestmögliche
Versorgung der
Bevölkerung in Bereichen wie öffentlicher Verkehr, Strom- und Wasserversorgung
soll zu
erschwinglichen Preisen gewährleistet werden.
- Angemessenheitsprinzip (z.B. bei Stromversorgung)
- Kostendeckungsprinzip (EVAG erhöht die Fahrpreise zur Kostendeckung)
AngPrinzip Gewinne dürfen erzielt werden, solange das Oberziel
nicht verletzt wird
KostPrinzip dauerhafte Überschüsse müssen zur Beitragssenkung
verwendet werden
Arbeitsteilung in der Wirtschaft
Alle Unternehmen einer Volkswirtschaft lassen sich in 3 Wirtschaftsbereiche eingliedern:
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primärer Sektor |
sekundärer Sektor |
tertiärer Sektor |
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Land-, Forstwirtsch. |
Bauwirtschaft |
Dienstleistungen |
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Jagd |
Industrie |
Handel |
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Gärtnerei |
prod. Handwerk |
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Unter Arbeitsteilung in Form der Berufsbildung versteht man den geschichtlichen
Vorgang des Entstehens
einzelner Berufe.
Im Laufe zunehmender wirtschaftlicher und technischer Entwicklung war es nicht
mehr möglich, daß alle
artverwandten Tätigkeiten von einer Person eines bestimmten Berufes ausgeführt
wurden. Es wurde
nötig, daß sich Angehörige eines bestimmten Berufes spezialisierten.
Unter Arbeitsteilung in Form der Berufsspaltung versteht man die Spezialisierung innerhalb eines Berufes.
Entstehung einzelner Berufe Berufsbildung
Spezialisierung innerhalb eines Berufes Berufsspaltung
Arbeitszerlegung bedeutet die Aufgliederung eines Arbeitsprozesses in mehrere kleine Arbeitseinheiten.
Von Arbeitsteilung in Form der Produktionsteilung spricht man, wenn verschiedene
Unternehmen
Vorleistungen erbringen müssen, damit ein Endprodukt hergestellt werden
kann.
(Reifen, Polster, Lampen Auto)
1. Arbeitsteilung durch zunehmende Spezialisierung innerhalb eines Berufes
(auch historische Arbeitsteilung)
· Berufsbildung
· Berufsspaltung
2. Arbeitsteilung durch zunehmende Spezialisierung von einzelnen Betrieben
· primärer, sekundärer, tertiärer Sektor
3. Betriebswirtschaftlich-technische Aufgliederung der Arbeitsverrichtungen
· Arbeitszerlegung
· Produktionsteilung
Vorteile: größere Produktivität, kürzere Arbeitszeiten,
Erleichterung d. Arbeit
Nachteile: gesundheitliche Schäden, Eintönigkeit, keine schöpferische
Tätigkeit